Was kostet Falschparken wirklich?

BUSSGELDKATALOG 2025

Zwischen 10 und 55 Euro Verwarngeld, bis 110 Euro Bußgeld und in den schönsten Fällen sogar ein Punkt in Flensburg – hier steht alles, was beim Falschparken wehtut.

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Die Grundregel: Ab wann parkt man überhaupt?

Die Grundregel

Bevor Strafen fällig werden, muss man klären, wann ein Fahrzeug rechtlich überhaupt parkt. Das klingt nach Bürokratie, ist aber genau die Stelle, an der viele Ausreden nicht mehr ziehen.

§ 12 STVO – HALTEN UND PARKEN

Wer sein Fahrzeug verlässt oder länger als drei Minuten hält, parkt. Kurzes Anhalten zum Ein- oder Aussteigen, Be- oder Entladen gilt noch als Halten. Der Unterschied entscheidet, ob du noch entspannt guckst oder schon 25 Euro in die Luft bläst, während du beim Bäcker so tust, als sei das alles völlig normal. Genau diese Selbsttäuschung macht den Charme des Falschparkens aus.

Auf dieser Seite:

Aktuelle Bußgelder: Die Tabelle für Parkverstöße 2026

Aktuelle Bußgelder

Der derzeit gültige Bußgeldkatalog trat am 9. November 2021 in Kraft und hat die Sache spürbar teurer gemacht. Die folgenden Beträge sind die Regelsätze – je nach Einzelfall kann die Behörde abweichen.

Verstoß Verwarngeld / Bußgeld Punkt?
Parken im Halteverbot bis 1 Stunde25 €
Parken im Halteverbot über 1 Stunde40 €
Parken in zweiter Reihe55 €
Parken in zweiter Reihe + Behinderung80 €1 Punkt
Parken in zweiter Reihe + Unfall110 €1 Punkt
Parken auf Geh- / Radweg55 €
Parken auf Geh-/Radweg über 1 Stunde oder mit Behinderung70 €1 Punkt
Parken auf Behindertenparkplatz55 €
Parken auf E-Ladesäule (unberechtigt)55 €
Parken in Feuerwehrzufahrt55 €
Feuerwehrzufahrt + Behinderung Rettungsfahrzeug100 €1 Punkt
Parken an unübersichtlicher Stelle35 €
Parken an unübersichtlicher Stelle + Behinderung55 €
Abgelaufene Parkuhr / kein Parkschein bis 30 Min. Überschreitung20 €
Abgelaufene Parkuhr / kein Parkschein über 3 Stunden40 €
Parken in verkehrsberuhigter Zone unzulässig10 €

Verwarngeld oder Bußgeld – was ist der Unterschied?

Unterschied

Die meisten Parkverstöße landen im Verwarngeldbereich zwischen 10 und 55 Euro. Das wirkt harmlos, ist aber die Variante ohne zusätzliche Verwaltungsgebühren. Alles darüber rutscht ins Bußgeldverfahren, und dann wird es teurer.

Das Verwarngeld landet meist als Zettel am Auto und soll innerhalb einer Woche bezahlt werden. Wer das ignoriert, bekommt später Post von der Behörde.

Wichtig zu wissen

Beim Verwarngeld ist kein klassischer Einspruch vorgesehen, nur eine Stellungnahme. Beim Bußgeldbescheid hast du zwei Wochen für den Einspruch.

Verjährungsfrist

Bußgelder für Falschparken verjähren nach drei Monaten. Kommt der Bescheid später, ist das rechtlich oft zu spät.

Abschleppkosten

Zusätzlich zum Bußgeld können Abschleppkosten anfallen – meist 200 bis 300 Euro. Die Rechnung landet ziemlich zuverlässig beim Falschparker.

Wann gibt es Punkte in Flensburg?

Punkte sammeln

Beim Falschparken landen die wenigsten direkt in Flensburg. Punkte gibt es vor allem dann, wenn andere behindert, gefährdet oder in einen Unfall hineingezogen werden. Zweite Reihe plus Behinderung kostet 80 Euro und einen Punkt – mit Unfall wird es noch teurer.

Wer Parkverstöße sammelt wie andere Bonuspunkte, kann in Extremfällen sogar bei einer MPU landen. Das ist selten, aber möglich.

Was gilt auf Privatparkplätzen?

Privat ist Privat

Im öffentlichen Straßenraum dürfen nur Polizei und Ordnungsamt Strafzettel verteilen. Auf privaten Parkplätzen – etwa vor Supermärkten, Arztpraxen oder in Wohnanlagen – greifen privatrechtliche Regeln. Dort kann der Eigentümer oder Betreiber einen Überwachungsdienst beauftragen, der eigene Vertragsstrafen verhängt. Die sind oft teurer als das staatliche Verwarngeld.

Falschparker in der Einfahrt

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Wer darf abschleppen lassen, wenn die Ausfahrt blockiert ist? Kurz gesagt: meistens du.
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55 Euro Mindeststrafe und alles zur besonderen Schutzwürdigkeit des Platzes.
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E-Ladesäulen

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Seit 2021 sind es 55 Euro, wenn jemand die Ladesäule als Parkplatz verwechselt.
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Falsch geparkt? Dann bitte mit Karte statt Krawall.